Dieser Aufsatz untersucht die Rolle politikberatender Institutionen während der Corona-Pandemie in Deutschland, Großbritannien und den USA.

Im Zentrum steht die Frage, wie politisches Wissen als Input-Faktor in Entscheidungsprozesse einfloss und welche Auswirkungen die Nutzung (oder Nichtnutzung) solcher Expertise auf die Pandemiebewältigung hatte.

Die Studie zeigt, dass Wissen allein nicht ausreicht: Politischer Wille, organisatorische Umsetzungskompetenz und die Bereitschaft, wissenschaftliche Beratung in politische Entscheidungen zu integrieren, sind entscheidend. Während Deutschland mit einem offenen, pluralen Beratungssystem vergleichsweise erfolgreich war, reagierten Großbritannien und insbesondere die USA trotz vorhandener Strukturen zu spät oder ignorierten Empfehlungen weitgehend. Die Analyse verdeutlicht, dass die Qualität der Pandemiebewältigung stark von der aktiven Nutzung wissenschaftlicher Politikberatung abhängt.