Bundeskanzler Friedrich Merz und die Regierung aus CDU/CSU und SPD, der er vorsteht, haben am 6. Mai 2026 ihr erstes Jahr im Amt hinter sich gebracht. Personell ist die Regierung stabil (es gab keine Wechsel in einem der Ministerien), aber ihre Beliebtheit (wie auch die persönliche des Bundeskanzlers) erreicht in Umfragen nur sehr geringe Werte – nachdem sie zu Beginn der Amtszeit durchaus einen Vertrauensvorschuss erhalten hatte: im Juni 2025 bescheinigten 60 Prozent, die Bundesregierung mache ihre Arbeit eher gut. Doch nach dem nicht eingetretenen “Herbst der Reformen”, öffentlichem Streit und einer ebenfalls ausgebliebenen wirtschaftlichen Besserung (für die freilich auch externe Einflüsse wie der US-israelische Krieg gegen den Iran zumindest teilweise verantwortlich waren) hat sich die Einschätzung gedreht: im Mai 2026 bewerten nur noch 26 Prozent die Arbeit als “eher gut”, während 69 Prozent sie als “eher schlecht” einstufen.

Für die britische Forschungsgruppe UK in a Changing Europe (für die ich bereits vor einem Jahr einen Beitrag zum Amtsantritt von Kanzler Merz verfasst hatte) habe ich versucht, das erste Regierungsjahr einzuordnen. Meine Einschätzung und Bewertung zeigen einige Gründe auf, warum die Meinungsumfragen der Regierung so wenig erfreulich sind.

Der Blog-Eintrag ist hier zu finden: https://ukandeu.ac.uk/chancellor-merzs-first-year-a-report-card/

[Regierung Merz] [Medien]

← Besuch in London zum 80. Jubiläum von Wilton Park Gastbeitrag in der FAZ zu Künstlicher Intelligenz als Gegenstand von Protesten und neuem Themenfeld für Populismus →