Die neue deutsche Regierung unter Friedrich Merz stieß – nach dem offenkundigen Scheitern der Ampel, der schwierigen politischen Situation Deutschlands und seiner zentralen Rolle in Europa – auf großes internationales Interesse. So veröffentlichte auch die New York Times wenige Wochen nach Amtsantritt des Bundeskanzlers ein langes Editorial, in dem sie Situation und Absichten von Merz analysierte und (als linksliberal orientiertes Blatt) zu dem Ergebnis kam: „Warum wir Deutschlands konservativen Kanzler unterstützen“ („Why we‘re rooting for Germany‘s Conservative Chancellor“).

Im Rahmen der Vorbereitung des Editorials (also einer offiziellen, abgestimmten Meinungsäußerung der Redaktion) hat der Direktor des Editorial Board, David Leonhardt, ein langes Telefonat mit mir (und ein paar anderen Experten) geführt; eine Einschätzung von mir schaffte es sogar in den veröffentlichten Artikel. Ich war beeindruckt über die gute inhaltliche Vorbereitung und abgewogene Einschätzung des Journalisten, der sich bereits über längere Zeit und in mehreren Artikeln mit der politischen Entwicklung in Deutschland beschäftigt hatte.

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